Mein 1. und 2. Leben im Ebook

1. Egon, der liebe Gott und ich (aktualisierte Version vom 30. Oktober 2015)

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Egon hatte mit 20 Jahren versucht, sich das Leben zu nehmen und sei absichtlich mit seinem Auto an einen Baum gefahren. Sein Plan funktionierte zunächst, doch er sei dann doch zum Glück reanimiert worden wie er in meiner Praxis erzählte.

Durch den Duft des Parfums der Krankenschwester sei er wieder zum Leben „reaktiviert“ worden und aus dem Wachkoma erwacht. Von nun an wollte er diesen Duft immer wieder genießen. Diesen wundervollen „Duft der Frauen“, wie er mir vorschwärmte.

Dazu musste er allerdings aus dem Rollstuhl wieder aufstehen, was er auch mit einer gesunden Naivität schaffte. Gott sagte zu ihm, er müsse nur glauben, vertrauen und sich dann entscheiden – es auch zu tun. Das tat er dann natürlich und ging eifrig seiner nicht ganz so „vorbildlichen Motivation“ nach. Er wollte Frauen kennenlernen und sie ggf. auch erobern. Man braucht eine Motivation, die auch wirklich motiviert, sagte er.

Seitdem sei sein lieber Gott immer mit Rat und Tat an seiner Seite. Durch diese Leichtigkeit und Freude über seine göttliche Führung wurde er auch wieder zum Ski- und Motorradfahrer wie auch beruflich erfolgreich. Aber sein Hauptanliegen am Leben waren immer die Frauen.

Egon‘s Erzählung ist teilweise amüsant, schockierend, dramatisch, schön, lehrreich aber auch sehr offen und intim. Sie ist weniger für zarte Seelen und Leser unter 16 Jahren geeignet.

Ich wollte Egon‘s Erzählungen nicht zensieren, da uns nur die Wahrheit weiter bringt. Er war in seiner Jugend mit seiner Rolle überfordert und stürzte durch sein sexuelles Versagen bei seiner ersten richtigen Freundin in eine tiefe Selbstwertkrise. Das betrifft bestimmt mehr junge Männer, als man glauben mag.

Egon lässt in seiner „Offenbarung“ nichts aus – vielleicht auch wegen einer Art Wiedergutmachung seiner Schandtaten, über die man allerdings auch schmunzeln könnte.

Mit Sicherheit ist es heilsam für seine Seele, sein Leben zu reflektieren.

Nehmen Sie aber bitte alles nicht ganz so ernst, denn am Ende zählt immer die Gegenwart!